Auch dein Kind kann die Welt der Buchstaben und
die Magie der Worte entdecken

„Sie ist eigentlich so schlau, aber beim Lesen macht sie komplett dicht.“ So oder so ähnlich höre ich das von Müttern fast jede Woche. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie frustrierend es sein kann, wenn ein Kind Schwierigkeiten beim Lesen hat.

Jeden Abend habe ich meinen Sohn geduldig motiviert zu lesen - na ja, mehr oder weniger geduldig. Und jeden Abend war es eine echte Herausforderung. Oft waren wir anschließend beide genervt.

Wenn du diese Situation kennst, dann merkst du, es geht vielen so.

In diesem Artikel schreibe ich darüber, was Kindern das Lesenlernen so schwer macht, und gebe dir Tipps, wie du dein Kind unterstützen kannst, um seine Lesefähigkeiten zu verbessern. Ich stelle dir außerdem meinen Lösungsansatz vor, um Blockaden beim Lesen zu überwinden, und wie dein Kind einen schnellen Leseerfolg erreichen kann.

Kind kann nicht lesen? Das steckt oft dahinter

Lesen ist eine der grundlegenden Fähigkeiten, die Kinder im Laufe ihrer Schulzeit erlernen müssen. Doch nicht alle Kinder finden leicht Zugang zum Lesen. Viele haben Leseschwierigkeiten, die ihren Lernfortschritt beeinträchtigen können.

Lesen ist ein komplexer Prozess, der verschiedene Fähigkeiten erfordert:
Das Kind muss Buchstaben erkennen, sie den richtigen Lauten zuordnen, sie zu Wörtern zusammensetzen, diese Wörter verstehen oder sich auf den Sinn des Textes konzentrieren. Läuft nur einer dieser Schritte nicht rund, wird Lesen zur „Schwerstarbeit“. Das führt zu Frust und Unsicherheit, was den Lernprozess zusätzlich erschwert.

Vor allem, wenn ein Kind merkt, dass anderen Kindern in der Klasse oder sogar jüngeren Geschwistern das Lesen viel leichter fällt. Sie fühlen sich oft überfordert und verlieren schnell die Motivation.

Was mir immer wieder auffällt: Die Veränderung beginnt im Körper, nicht im Kopf deines Kindes. Ein Kind, das beim Lesen blockiert, will genauso sehr wie du, dass es klappt. Es kann nur gerade nicht, solange sein Nervensystem im Alarmmodus ist.

Silke Karsten mit einem Bücherstapel, Titelbild zum Artikel „Dein Kind kann nicht lesen? Das hilft wirklich“

Warum manche Kinder beim Lesen stocken

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Manche Kinder haben Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und können Buchstaben oder Wörter nicht richtig erkennen.

Andere haben Schwierigkeiten mit der phonologischen Verarbeitung und können Buchstaben nicht den entsprechenden Lauten zuordnen.

Bei manchen „tanzen“ aber auch die Buchstaben auf dem Blatt, so dass es den Kindern einfach „körperlich“ schwerfällt, weil die Augen nicht das machen, was sie sollen. Es ist für diese Kinder extrem anstrengend.

Manchmal spielen dabei auch frühkindliche Reflexe eine Rolle, die eigentlich schon im Babyalter hätten verschwinden sollen. Was das bedeutet, erkläre ich in meinem Artikel zur Reflexintegration.

Wie lernen Kinder lesen?

Kinder lernen lesen, indem sie Buchstaben und ihre Laute kennenlernen, Wörter zusammensetzen und irgendwann ganze Sätze verstehen, ohne noch groß darüber nachzudenken. In der Schule läuft das über Buchstabenerkennung, Leseübungen und die immer gleichen Lesebücher. Bei den meisten Kindern funktioniert das auch wunderbar.

Und trotzdem sitzen so viele Kinder jeden Nachmittag am Tisch und kommen einfach nicht weiter, egal wie oft sie es versuchen. Genau das habe ich mit meinem eigenen Sohn erlebt. Er hat geübt, ich habe mit ihm geübt, die Schule hat geübt, und trotzdem hat sich nichts bewegt. Irgendwann wurde mir klar: Wenn ein Weg immer wieder nicht funktioniert, braucht mein Kind keinen zusätzlichen Druck, sondern einen anderen Weg.

Genau diesen Weg zeige ich dir und deinem Kind in meinem LeseTraining.

Wenn deinem Kind das Lesen schwerfällt,
entwickelt es schnell Ängste & Blockaden,
die gelöst werden müssen

Lesen üben für Grundschulkinder zu Hause

Schau einfach mal, ob der ein oder andere Punkt hier eine Änderung wert wäre:

Positive Lernumgebung

Eine angenehme und entspannte Umgebung kann dazu beitragen, die Unsicherheit deines Kindes beim Lesen zu reduzieren. Schaffe einen gemütlichen Lesebereich im Haus, der frei von Ablenkungen ist und mit Büchern, Zeitschriften und anderen lesenswerten Materialien ausgestattet ist. Mach das Lesen zu einem Teil des täglichen Rituals und zeige Interesse an den Büchern, die dein Kind lesen soll.

Ermutigung

Der erste Schritt, damit dein Kind sicherer liest, ist es zu ermutigen und sein Selbstvertrauen zu stärken. Lob und positive Verstärkung helfen deinem Kind, sich beim Lesen wohler zu fühlen und seine Motivation zu steigern. Zeige ihm, dass du stolz auf seine Bemühungen bist, und ermutige es, sich selbst herauszufordern.

Unterstützung beim Lesenlernen

Sei geduldig und unterstützend, wenn dein Kind Schwierigkeiten beim Lesen hat. Lies gemeinsam mit ihm und ermutige es, Fragen zu stellen und Unklarheiten zu klären. Gib ihm Zeit, sich mit dem Text vertraut zu machen, und biete ihm bei Bedarf Hilfestellung an. Wenn dein Kind merkt, dass es auf deine Unterstützung zählen kann, wird es sich sicherer fühlen und seine Leseängste allmählich überwinden.

Förderung durch Spiele und andere Aktivitäten

Integriere spielerische Elemente und Aktivitäten in den Lernprozess, um das Lesen für dein Kind interessanter und unterhaltsamer zu gestalten. Spiele wie Buchstabenspiele, Lesequizze oder Vorlesewettbewerbe können dazu beitragen, das Lesen zu einem positiven Erlebnis zu machen und das Selbstvertrauen deines Kindes zu stärken.
Lass dein Kind dir im Alltag helfen, lass es „nebenbei“ etwas vorlesen.

Die Welt der Bücher gemeinsam entdecken

Gehe regelmäßig mit deinem Kind in die Bibliothek oder den Buchladen und entdeckt gemeinsam die Welt der Bücher. Lass dein Kind selbst Bücher auswählen, die es interessieren, und ermutige es, Verschiedenes auszuprobieren, auch Comics. Gemeinsame Leseerlebnisse können dazu beitragen, dass seine Lesefreude steigt.

Wenn du das schon alles umsetzt und es bei deinem Kind trotzdem nicht so richtig klappen will, dann braucht dein Kind andere, neue Wege, um das Lesen zu lernen. 

Dein Kind braucht die richtige Zauberformel,
um den Spaß am Lesen zu erleben

Mein LeseTraining für Kinder, die nicht gerne lesen

Ich habe eine Methode entwickelt, die auf 3 Säulen basiert:

Leseblockaden lösen

Wir suchen nach Blockaden und Ängsten deines Kindes, die sich zum Thema Lesen entwickelt haben, und lösen sie auf. So schaffen wir überhaupt erst die Bereitschaft, dass dein Kind Lust darauf hat, Lesen „neu“ zu lernen.

Gehirngerechte Methoden und alle Sinne nutzen

Ich arbeite mit deinem Kind „gehirngerecht“. Ein gehirngerechtes Lesenlernen basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung. Dabei werden die natürlichen Lernmechanismen des Gehirns berücksichtigt und gezielt genutzt. So werden nicht nur visuelle und auditive Reize, sondern auch motorische und emotionale Elemente einbezogen. Wiederholungen und mit allen Sinnen zu lernen stehen hier im Fokus.

Intensiv, individuell & mit Spaß lernen

Da ich mit deinem Kind 1:1 arbeite, bekommt es meine gesamte Aufmerksamkeit, ohne sich mit anderen schon wieder vergleichen zu müssen. So kann ich ganz individuell dein Kind an der Stelle abholen, an der es beim Lesen steht.
Wir arbeiten komprimiert und zielorientiert. Das heißt u. a., dass wir an (wahrscheinlich) drei Vormittagen zusammen intensiv und mit Spaß gemeinsam lernen.
Natürlich arbeiten wir mit Texten zu Themen, die dein Kind interessieren und ihm Spaß machen.

Der Unterschied zu Lesepaten

Lesepaten an der Schule sind wertvoll, aber für Kinder gedacht, die schon lesen können und Übung oder Gesellschaft beim Lesen brauchen. Sie hören zu, geben Sicherheit und machen Lesen zu einem schönen gemeinsamen Moment.

Lesen von Grund auf neu zu erarbeiten ist weder ihre Aufgabe noch sind sie dafür ausgebildet, das würde sie auch völlig überfordern. Wenn eine Blockade im Weg steht, braucht dein Kind jemanden, der genau dort ansetzt, mit Zeit, Erfahrung und einer Methode, die diese Blockade gezielt löst. Genau da setzt mein LeseTraining an.

Welche Vorteile hast du mit meiner Vorgehensweise?

Das gehirngerechte Lesenlernen bietet viele Vorteile: Dein Kind lernt schneller und effektiver, weil wir das Gehirn optimal auf die Lerninhalte vorbereiten. Es entwickelt eine positive Einstellung zum Lesen und hat durch direkte Erfolgserlebnisse mehr Spaß daran. Also steigen auch die Motivation und das Selbstbewusstsein, was sich wiederum positiv auf die schulischen Leistungen auswirkt. Und das erreichen wir in nur 3 Tagen.

Das Tempo überrascht mich dabei selbst immer wieder, wenn ich daran denke, wie lange Kinder in der Schule sonst dafür brauchen.

Für das tägliche Üben zu Hause gebe ich deinem Kind ein neues System mit, das so weiter umgesetzt wird.

Ich begleite euch auch nach dem intensiven Training, indem wir uns zu einem weiteren Folgetermin treffen.

Dort klären wir entstandene Fragen, feiern Erfolge und „justieren“ ggf. das tägliche Üben nach.

Häufige Fragen

Ist mein Kind einfach nur faul, wenn es nicht gerne liest?

Nein. Wenn Lesen anstrengt, zieht sich ein Kind zurück, das hat nichts mit Faulheit zu tun. Meistens fehlt einfach der leichte Zugang zu den Wörtern, und genau das lässt sich lösen.

Woran erkenne ich, dass wirklich eine Leseschwäche dahintersteckt und nicht nur ein langsameres Lerntempo?

Lass dein Kind einen kurzen Absatz laut vorlesen und frag danach, worum es ging. Kann es den Inhalt nicht in eigenen Worten wiedergeben, steckt meistens mehr dahinter als nur ein individuelles Tempo.

Hilft es, wenn ich einfach mehr mit meinem Kind übe?

Oft nicht. Wenn die eigentliche Blockade nicht gelöst ist, bringt mehr vom Gleichen meistens nur mehr Frust, bei deinem Kind und bei dir.

Ab wann sollte ich mir Sorgen machen, wenn mein Kind schlecht liest?

Wenn dein Kind trotz genug Übung und trotz guter Fähigkeiten in anderen Fächern beim Lesen deutlich hinterherhinkt, lohnt sich ein genauerer Blick, unabhängig vom genauen Alter.

Ist eine Leseschwäche dasselbe wie eine Lese-Rechtschreib-Schwäche?

Nicht zwangsläufig. Beides kommt aber häufig gemeinsam vor. Woran du eine Lese-Rechtschreib-Schwäche erkennst, liest du in meinem Artikel zur Legasthenie.

Können frühkindliche Reflexe wirklich beim Lesen eine Rolle spielen?

Bei manchen Kindern ja. Mehr dazu erkläre ich in meinem Artikel zur Reflexintegration.

Wir wohnen nicht in Bonn und Umgebung - kannst du uns trotzdem helfen?

Ja, lass uns sprechen, dann finde ich eine Lösung für euch.

Fazit - Dein Kind braucht einen anderen Weg

Blockaden beim Lesen können das Lesenlernen für Kinder zu einer echten Herausforderung machen. Als Elternteil kannst du viel dazu beitragen, dein Kind auf diesem Weg zu unterstützen und ihm zu helfen.

Durch Ermutigung, eine positive Leseumgebung, Unterstützung beim Lesen und spielerische Aktivitäten kannst du dein Kind dabei unterstützen, beim Lesen sicherer zu werden und die Freude daran zu entdecken.

Und trotzdem braucht es manchmal Hilfe von außen, um diese Blockaden zu lösen. Einige Kinder brauchen auch eine andere Herangehensweise, um lesen zu lernen, die ein Lehrer in einer Klasse mit vielen verschiedenen Schülern gar nicht leisten kann.

Lesen gehört zu den „Basics“, die dein Kind einfach lernen muss. Stellen sich hier erste Erfolge ein, hat das Auswirkungen auf alle Fächer in der Schule und natürlich auch in der Freizeit.

Meine Empfehlung für deine nächsten Schritte

Welche der fünf oben genannten Punkte hast du schon umgesetzt?

Sollte das bei euch nicht so fruchten, wie du es dir wünschst, hole dir und deinem Kind Hilfe.

Weißt du noch nicht, woran es liegt? Dann ist die Reflex-Checkliste dein nächster kleiner Schritt. 

Weißt du schon, dass es ums Lesen geht, und willst du jetzt handeln?
Dann lass uns sprechen, wie ich deinem Kind konkret weiterhelfen kann.

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Silke Karsten

Mutter, Mentorin, Coach, Trainerin

Silke Karsten begleitet seit über 14 Jahren Familien, bei denen die Schule den Alltag bestimmt, besonders bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten. Sie bietet alternative Möglichkeiten an, die den Kindern langfristig helfen. Ihre eigenen Jungs hatten beide LRS. Sie hat es mit ihnen geschafft, ohne dass sie sich für dumm halten mussten und ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Genauso wichtig ist ihr die Mutter, denn sie hat körperlich erfahren müssen, dass eine Mutter zuerst bei sich ansetzen muss, um ihrem Kind wirklich zu helfen. Heute geht sie denselben Weg mit erschöpften Müttern, für ihr Kind und für sie selbst.
Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn, liebt das Reisen - besonders nach Südafrika - und genießt gerne das Leben.

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