Viele Kinder stehen in der Schule so unter Druck, dass sie zwar lernen, meistens auch sehr viel üben, aber leider können sie ihr Wissen - mündlich oder in Klassenarbeiten trotzdem nicht abrufen und bekommen schlechte Noten.
Damit befinden sie sich in einem Teufelskreis, aus dem sie selten alleine wieder herauskommen.

Sie üben viel, weil sie schlechte Noten haben. Sie können unter der Anspannung, den Druck, dem sie sich zum Teil selbst aussetzen, das Wissen nicht abrufen.
In der Folge bekommen sie schlechte Noten. Das wiederum führt dazu, dass wir Eltern oft meinen, dass das Kind noch mehr üben muss. Dies wiederum erhöht den Druck ....

In diesem Artikel nenne ich dir die Voraussetzungen, die dein Kind braucht, um gut lernen zu können und vor allem, um das Gelernte auch behalten zu können.

Dein Kind übt und übt, gibt sich wirklich Mühe, aber in der Schule traut es sich nichts zu und schreibt schlechte Noten.


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9 Voraussetzungen, um leichter zu lernen

# Voraussetzung 1

Emotionen 

Damit Informationen leichter im Langzeitgedächnis landen, braucht es positive Emotion.
Du kennst aus deiner eigenen Erfahrung sicherlich, dass du selbst leichter lernen kannst, wenn es dir gut geht, wenn du neugierig bist, wenn du sogar Spaß dabei hast.
Genau so lernt auch dein Kind am besten: in einem guten emotionalen Zustand.

Tja, und wer ist für diesen emotionalen Zustand verantwortlich? Genau: jeder selbst.
Du kannst aber dein Kind dabei unterstützen, dass es lernt, mit seinen Emotionen umzugehen und sich selbst in einen guten Zustand zu bringen.

Was du mit deinem Kind tun kannst:

Stellt euch gegenüber hin, atmet beide tief ein, richtet euch auf, macht euch ganz groß und lang und dann lächelt ihr.
Bleibt so 1-2 Minuten stehen. Was passiert? Ich wette, euch geht es direkt viel besser.

# Voraussetzung 2

Aktiv sein

"Aktiv sein" ist eine Grundvoraussetzung, um sich Informationen gut merken zu können.
Nur weil ich ein Buch über Marathon lese, bin ich nicht in der Lage ihn auch erfolgreich zu laufen - ich muss aktiv sein und trainieren.
Genau so, ist es auch bein Lernen: Je aktiver das lernen gestaltet wird, desto besser können die Informationen gemerkt werden.

Jetzt denkst du bestimmt: Wie soll das denn in unserem Schulsystem funktionieren?
Die Kinder sind doch viel zu passiv. Sie müssen ruhig sein, sie müssen still sitzen und sollen Informationen einfach aufnehmen.
Stimmt, aber gute Lehrer sorgen dafür, dass die Kinder neue Informationen gemeinsam erarbeiten und mitgestalten.

Was dein Kind tun kann:

Im Unterricht mitdenken, Fragen stellen, aufzeigen, sich am Unterrichtsgespräch beteiligen und Notizen aufschreiben - auch das ist alles "aktiv". (siehe auch #6 und #7)

# Voraussetzung 3

Positives Selbstbild

Die Art, wie dein Kind über sich denkt und welche "Selbstgespräche" es führt, hat Auswirkungen auf das Lernen.
Wenn ein Kind denkt, dass es ihm leicht fällt, wenn es auf neue Informationen neugierig ist, dann wird es leichter lernen können und es sich auch besser merken.

Wenn es in der Schule nicht gut läuft, haben viele Kinder aber ganz andere Gedanken:

"Ich bin nicht klug genug."
"Ich kann mir das einfach nicht merken."
"Ich schaffe das eh nicht."

Diese negativen Selbstgespräche müssen unbedingt aufgelöst werden, denn Gedanken werden wahr!

Was du mit deinem Kind tun kannst:

Sprich mit deinem Kind in Ruhe und finde heraus, wie es über sich denkt.

Suche gemeinsam mit deinem Kind nach "Gegenbeispielen":
Wann war dein Kind "richtig klug" - wusste etwas besser oder schneller als andere Kinder?
Wann konnte es sich schon mal etwas richtig gut merken - und weiß es vielleicht heute noch?
Was hat dein Kind schon alles geschafft?

# Voraussetzung 4

Bewegen

Sicherlich ist es dir bekannt: Bewegung beeinflusst das Lernen positiv.
Sorge nicht nur dafür, dass dein Kind viel Sport macht, auch die Bewegung im Alltag - auf dem Schulweg, auf dem Schulhof, zu Hause - sind enorm wichtig.

Animiere dein Kind immer vor den Hausaufgaben und in den Lernpausen (#6) sich zu bewegen.
Seilspringen, eine kleine Runde auf dem Trampolin, Musik aufdrehen und tanzen - egal was, Hauptsache es macht Spaß.

Was du mit deinem Kind tun kannst:

Stellt euch gegenüber hin und schüttelt euren Körper durch - das macht Spaß und bringt euch zum Lachen.
Bewegung verbessert die Sauerstoffversorgung und damit die Gehirnleistung. Lachen produziert ... und damit positive Emotionen 
(#1)

# Voraussetzung 5

Kurze Lerneinheiten

Das Gehirn braucht beim Lernen Pausen, um das Gelernte verarbeiten zu können. Das hören die Kids in meinen Coachings immer besonders gerne 🙂. Die Kunst aber ist es, nur kurze Pausen zu machen und nach dem Lernen elektronische Geräte für mindestens 30 Minuten auszulassen.

So könnten die Lerneinheiten aussehen:

3 Minuten bewegen (#4)
20 Minuten lernen (je nach Alter anpassen)
5 Minuten wiederholen
5 Minuten bewegen

# Voraussetzung 6

Wiederholen

Ergänzend zu den kurzen Lerneinheiten, sind die Wiederholungen des Lernstoffes immens wichtig, damit das Gelernte auch wirklich im Langzeitgedächnis gespeichert wird. Auch wenn sich das anfangs nach mehr Aufwand anhört, langfristig ist dies die schnellere Variante.

So könnten die Wiederholungseinheiten aussehen:

1.  Wiederholung nach ca. 40 Minuten
2.  Wiederholung nach 1 Tag
3.  Wiederholung nach 2 Tagen
4.  Wiederholung nach 4 Tagen
5.  Wiederholung nach 7 Tagen
6.  Wiederholung nach 1 Monat
7. Wiederholung nach 6 Monaten

# Voraussetzung 7

Verknüpfen

Vorteilhaft ist es, wenn das neu Gelernte mit vorhandenem Wissen oder eigenen Erfahrungen verknüpft wird.
Vielleicht kann auch der Schulstoff mit persönlichen Interessen deines Kindes verbunden werden.

Was du mit deinem Kind tun kannst:

Stelle deinem Kind viele Fragen rege es dazu an, darüber nachzudenken, woran der Lernstoff erinnert oder womit er verglichen werden kann. Suche mit deinem Kind Beispiele oder Vergleiche. Animiere dein Kind neue Informationen zu hinterfragen oder über Alternativen nachzudenken.

# Voraussetzung 8

Erklären

Gelerntes prägt sich wesentlich besser ein, wenn dein Kind es mit seinen eigenen Worten erklärt. Erst wenn es das kann, hat es den Stoff wirklich verstanden und nicht nur gelesen bzw. stur auswendig gelernt.
Gleichzeitig wird der Stoff wiederholt (#6) und dein Kind lernt aktiv (# 2).

Was du mit deinem Kind tun kannst:

Klärt gemeinsam Fragen, die deinem Kind erleichtern den Stoff zu verstehen. Denkt daran, Beispiele und Vergleiche zu finden und den Stoff mit vorhandenem Wissen zu verknüpfen (#7).
Nimm dir Zeit und lass dein Kind dir erklären, was es gelernt oder gelesen hat. Durch deine Rückfragen, weiß dein Kind, was ungenau oder unverständlich war - vielleicht merkt es dein Kind aber schon selbst beim Erzählen.

# Voraussetzung 9

Ernähren

Die richtige Ernährung spielt beim Lernen eine sehr große Rolle. Versuche den Zucker, Weißmehl und Fast Food zu reduzieren - oder ganz wegzulassen - und immer frisch zu kochen (es gibt mega leckere und schnelle Rezepte). Stell frische Snacks für die Lernpause (#5) hin. Die Erfahrung zeigt, dass Kids Gemüse mega gerne essen ... wenn es von Mama schon liebevoll kleingeschnitten wurde 🙂. Gerade Walnüsse zeigen uns ja schon durch ihr Form, dass sie für uns richtiges "Gehirnfutter" sind.

Übrigens: Alle diese Voraussetzungen sind auch für uns Erwachsene wichtig.

Wenn du feststellst, dass es du dein Kind bei dem einen oder anderen Punkt noch unterstützen kannst, dann suche dir zunächst maximal 2 Punkte heraus, die du umsetzen willst.

Hast du Fragen, dann schreibe mit gerne.

Endlich Schluss mit dem Frust beim Lernen!


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Jetzt wird es Zeit für neue, frische Ideen, die zu mehr Erfolgen in der Schule führen.

Silke Karsten

Mutter, Coach, Trainerin

Silke Karsten hat sich auf das Coaching von Familien spezialisiert, bei denen das Thema Schule den Alltag dominiert. Sie bietet gerade bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten alternative Möglichkeiten an, die den Kindern langfristig helfen und die sie mit ihren eigenen Kindern umgesetzt hat.
Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn, liebt das Reisen - besonders nach Südafrika - und genießt gerne das Leben.

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