Ich mag es sehr, wenn die Kids mir gegenüber sitzen und ich ihnen in meinen Coachings helfen kann.

Nein, wir sitzen nicht nur, wir können aufstehen, uns bewegen, Spiele machen, wir gehen (je nach Wetterlage) auch mal raus in den Garten und je nach aktueller Situationen kann ich auch einfach mal meine Hand auf den Arm legen und ein Kind trösten oder beruhigen.

Aber seit gut einem Jahr sind die Live-Termine vor Ort schlagartig gestrichen (worden) - was also nun tun?

Ich hatte bis dahin schon GruppenCoachings für Eltern online geführt -
und auch schon Online-Kurse erstellt -
auch Coachingstunden hatte ich bereits online gegeben.

Aber ich hatte noch nicht auf “100% Online” umgestellt.

Geht das überhaupt?
Will ich das überhaupt?

Na klar wollte ich - denn nur so konnte ich meinen bestehenden Kunden weiterhelfen.

Ich habe ausprobiert, wie ich meine Methoden online umsetzen kann. Und ja, ich arbeite schon immer gerne am Rechner, nutze schon immer gerne Software & liebe die Technik - (was nicht heißt, dass ich sie nicht auch manchmal verfluchen könnte).


Ich bin immer mutiger & kreativer geworden.


Zu meinem eigenen Erstaunen ist es möglich nahezu alle Methoden - manchmal mit ein bisschen Fantasie - wirklich online auch umzusetzen.

Beziehungsaufbau am Bildschirm - geht das?

Was mich aber anfangs noch unsicher gemacht hat: Ist es überhaupt möglich online - nur am Bildschirm - eine Beziehung zu meinem Gegenüber aufzubauen? Gerade, wenn ich ihn noch nicht kenne?

Aber diese Frage habe ich mir ganz schnell mit JA beantwortet, denn ich arbeite auch mit vielen Kolleginnen ausschließlich online zusammen. Viele von ihnen habe ich noch nie live gesehen und trotzdem habe ich das Gefühl, wir kennen uns schon ewig. Wir haben also eine Beziehung aufgebaut.

Genauso geht es mir z.B. auch mit Dina Beneken. Dina habe ich online kennengelernt - und wir haben Ende letzten Jahres unser Projekt “Online Technik Bootcamp” ins Leben gerufen. Dabei helfen wir Kolleginnen - (Lern)Coaches & Therapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Entspannungspädagogen … - die vor Ort eine Praxis managen, sich aber nicht in die Online-Welt trauen, weil sie Angst vor der Technik haben.

Dazu später mehr.

Online Beziehungen aufzubauen funktioniert also. Für jeden vielleicht ein bisschen anders. Aber letztlich bin ich ich - ich muss mich nicht verstellen - egal, ob ich vor der Kamera sitze oder mit dir in einem Raum bin.

Wie kann ein Online-Coaching denn nun aussehen?

Am besten mache ich dir mal ein paar Beispiele:


Lerncoaching - optimaler Arbeitsplatz

Im Lerncoaching besprechen wir fast immer, wie der Arbeitsplatz des Kindes aussieht und wie er verändert werden könnte. Das Kind muss also viel beschreiben und den Rest stelle ich mir in meiner Fantasie vor. Na ja, was können wir jetzt tun? 

Das Kind nimmt das Tablet oder Handy, geht “mit mir” an seinen Arbeitsplatz und zeigt ihn mir - live mit der Kamera. Wie cool, so habe ich ein noch genaueres Bild und kann dem Kind noch viel konkreter helfen.

Apropos: der Arbeitsplatz muss nicht immer ein Schreibtisch sein ...

Wir können auch die Mama viel schneller mit einbeziehen, indem sie einfach mit dazu kommt und wir zu dritt besprechen, was geändert werden müsste.

Vor Ort wären das die “Tür- und Angel-Gespräche” nach dem Coaching. Online geht das also viel einfacher und effizienter.


Fantasiereise

Fantasiereisen sind ganz einfach umzusetzen: das Kind setzt sich da hin, wo es sich zu Hause gerne hin kuschelt - in einem schönen Sessel, auf dem Sofa oder auch einfach dort, wo es sich seinen “Coachingraum” eingerichtet hat. Die Kamera wird entsprechend eingestellt und los geht's. Das Kind kann in seiner gewohnten Umgebung die Fantasiereise genießen und trotzdem bin ich durch meine Stimme immer ganz nah dabei und sehe wie es dem Kind geht und was das Kind gerade braucht.


EmotionsCoaching

Ich arbeite viel im Bereich EmotionsCoaching. Ich liebe es - nicht nur wegen der Wirkung und den leuchtenden Kinderaugen, in die ich anschließend schauen kann. Was am Bildschirm sogar noch viel besser funktioniert: ich stelle mir die Ansicht so ein, dass ich das Gesicht und damit die Mimik wesentlich besser erkenne. So kann ich noch gezielter coachen.

Alles in allem bin ich extrem froh dass Corona mich letztendlich dazu gebracht hat immer mutiger und kreativer alle meine Methoden online auszuprobieren und weiter auszubauen.

Technikgedöns

Erst dachte ich ganz viel Technik und Tools einsetzen zu müssen, um die Kinder bei Laune zu halten und um Abwechslung zu bieten. Inzwischen sitzen die Kinder aber im Homeschooling so viel vor dem Bildschirm, so dass sie fast schon ein bisschen müde geworden sind und gar nicht ständig etwas Neues nutzen wollen.

Manchmal bedarf es gar nicht so wahnsinnig viel neue Technik, denn weniger ist oft mehr.
Etwas in die Kamera zu halten oder auf das Flipchart hinter mir zu schreiben, geht immer.

Es ist aber gut Alternativen zu haben - genau wie im Offline-Coaching, braucht jedes Kind etwas anderes.

Für wen ist Online-Coaching geeignet?

Für jeden, der will - egal, ob KinderCoaching, MütterCoaching, FamilienCoaching.

Du kannst dir deinen Coach aussuchen, auch wenn er seine Praxis nicht in deiner Nähe hat.

Und du sparst Zeit, denn die Fahr- und Wartezeit entfällt.
Wertvolle Zeit, die ihr gemeinsam verbringen könnt.

Online habe ich so viele wundervolle Menschen kennengelernt - Kunden, Kollegen, eigene Coaches, denn auch ich lasse mich nur noch online coachen.

"OnlineCoaching -
ob im Einzel- oder Gruppenkontext,
ob für Kinder, Mütter oder Familien
ist effizient & macht Spaß"

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Silke Karsten

Mutter, Mentorin, Coach, Trainerin

Silke Karsten begleitet seit über 14 Jahren Familien, bei denen die Schule den Alltag bestimmt, besonders bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten. Sie bietet alternative Möglichkeiten an, die den Kindern langfristig helfen. Ihre eigenen Jungs hatten beide LRS. Sie hat es mit ihnen geschafft, ohne dass sie sich für dumm halten mussten und ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Genauso wichtig ist ihr die Mutter, denn sie hat körperlich erfahren müssen, dass eine Mutter zuerst bei sich ansetzen muss, um ihrem Kind wirklich zu helfen. Heute geht sie denselben Weg mit erschöpften Müttern, für ihr Kind und für sie selbst.
Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn, liebt das Reisen - besonders nach Südafrika - und genießt gerne das Leben.

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